23 März 2011 0 Kommentare

Die Geschichte der Medizin

Informationen über die Entwicklung der MedizinDie Menschen lernen immer aus den Traditionen ihrer Vorfahren. Auch in Ländern der Dritten Welt ist diese Erfahrung das Ergebnis aus vielen Generationen medizinischer Tradition, die schon viele Jahrhunderte alt ist, viele Leben gerettet und viele Schmerzen gelindert hat.

Die Kunst des Heilens

Unter der Medizin versteht man die Heilkunst, die Gesundheit und Vorbeugung zum Thema hat. Geburt und Tod gehören genauso dazu, wie alle Stadien dazwischen. Ärzte sind schon früh im Islam zu hohem Ansehen gelangt, da der Prophet Muhammed überliefert hat, dass es keine Krankheit gibt, die nicht auch zu heilen ist. In der ganz frühen Phase des Islam entstanden aus diesem Grunde bereits Krankenhäuser und Forschungseinrichtungen. Im islamischen Glauben waren aber Medizin und Religion niemals zu trennen. Dabei war es natürlich, das die Religion für die Gesundheit der Seele und die Medizin für die Gesundheit des Körpers zuständig war. Auch war es Glaube, dass ein religiöser Arzt sein Amt mehr zum Wohle des Menschen ausübt und wissenschaftliche Erkenntnisse nur zum Wohle der Menschen einsetzt. Die Religion macht einen Arzt stark, um besser damit umgehen zu können, wenn ihn ein Schicksalsschlag heimsucht.

Wie sieht die islamische Medizin im Einzelnen aus?

Laut der islamischen Medizin liegt der Ursprung diverser Krankheiten in einer unsachgemäßen Ernährung. Im Islam nehmen die Essensregeln einen großen Teil des Lebens ein. Völlerei wird absolut abgelehnt. Es gibt eine alte Überlieferung, die heißt: “Der Magen ist die Wohnstätte aller Krankheiten und Enthaltsamkeit ist die beste Medizin”. Muslime sind sehr auf Hygiene bedacht, da diese auch einen großen Teil der Medizin darstellt. Die Muslime heben zwei Lebensmittel als Heilmittel hervor, nämlich Honig und Milch. Ist ein Muslim krank, wird er für die Dauer der Krankheit von seinen religiösen Verpflichtungen entbunden.

In ärmeren Ländern lebende Muslime sind der Meinung, dass man zwar einen Arzt aufsuchen darf, um Heilung zu erhoffen, aber ob diese dann eintritt, liegt ganz allein in Allahs Hand. Ein wirklich wahrhafter Heilungserfolg schließt immer Körper und Seele mit ein. Es ist aus Schriften islamischer Geschichtsschreiber zu entnehmen, dass es bereits zu Lebzeiten von Muhammad eine medizinische Klinik gab. Dort befasste man sich mit Verletzungen. Lazarette an den Fronten waren ebenso bereits gängig. Auf dem Gebiet der Krankenpflege spielten die Frauen eine recht große Rolle, da sogar Muhammad selbst von seiner Tochter gepflegt wurde, als er einmal verletzt wurde.

Die Chirurgie in der Medizin

Später entwickelt sich die Heilkunst auch in den ärmeren Ländern weiter. Die Krankhäuser in den größeren Städten wurden größer und das Angebot an Fachärzten wuchs. Die islamischen Ärzte lernten zunächst aus den Schriften der großen griechischen Ärzte. Auch die islamischen Ärzte entwickelten sich aber weiter und es wurden stets neue Behandlungsmethoden entwickelt.

In islamischen Universitäten wurde der Chirurgie große Bedeutung zugemessen. Es wurde sogar eine Enzyklopädie des Al-Qasim Al-Zahrawi in viele Sprachen übersetzt, die ganze 30 Kapitel über Chirurgie enthielt. Aber auch moderne Gelehrte haben sich immer wieder umfassend mit der Medizin befasst. Somit ist die Geschichte der Medizin auch in vielen ärmeren Ländern durchaus sehr stark präsent, und werden sich auch dort noch sehr viel weiter entwickeln.

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